

EIN WHISKY, GEWIDMET DER JUNGEN KUNST IN DRESDEN
CultureDistillers feiert die wunderbaren Seiten der Menschheit. Handwerk, Wissenschaft und Kunst sind die tragenden Säulen unserer Kultur und bereichern unser Leben. Die Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Dresden widmet sich seit 1764 der Lehre von Kunst und öffnet Räume für kreatives Denken.
Unsere Whiskykomposition verwandelt diese Vielfalt der Perspektiven in eine Form der sinnlichen Erfahrung und ist eine Hommage an die Fama, die auf der Akademiekuppel thront. Um junge Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen, haben wir einen Wettbewerb unter den Studierenden veranstaltet. Wir haben 10 herausragende Kunstwerke ausgewählt, die in einer limitierten Serie von jeweils 10 Exemplaren produziert wurden. Mit dem Gewinn aus dem Verkauf der Werke und des Whiskys werden diese jungen Talente anteilig gefördert. Im folgenden stellen sich die Gewinner mit Ihrer Kunst vor.

ANTONIA SILBERMANN
In meinen Arbeiten thematisiere ich Ekel, Angst und Spiel, wobei ich die Schnittstelle zwischen Spaß und Ernst sowie zwischen Gewalt, Lust und kindlicher Neugier erforsche. Ich nutze Zeichnungen, Comics, Kartenspiele, Skulpturen und Videoarbeiten, um narrative Strukturen zu entwickeln. Mit wiederkehrenden Figuren und der kindlichen Perspektive schaffe ich neue Bedeutungsebenen und hinterfrage konventionelle Vorstellungen, um emotionale Resonanz und Reflexion zu erzeugen.

ALLE MEINE FREUNDE
"Alle meine Freunde" ist eine Zeichnung im A5-Format, bei der schwarze Tuschelinien Flächen definieren, die mit pastelligen Buntstiften koloriert wurden. Das Werk vereint spielerische und ernsthafte Elemente und spiegelt meine Auseinandersetzung mit kindlicher Neugier und komplexen Emotionen wider. Durch die Verwendung einer detailverliebten Ausstattung einer Badszene, in der sich Mischwesen bewegen, entsteht eine narrative Komposition, die die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen lässt.

EMIEL DONATH
Emiel Donath ist Student an der HfbK Dresden. Mit Fingern, Spachtel,
Lappen und Pinsel malt er mittelgroße, manchmal ikonografische, surreale, Science-Fiction-artige Gemälde, die über Apokalypse-Fantasien und das allgegenwärtige Gefühl der Ohnmacht in Zeiten mehrerer Krisen meditieren. Trotz der starken Benennbarkeit bzw. der figurativen Bildsprache seiner Bilder schafft er poetische Freiräume und verarbeitet den kulturellen Input, um unsere Zeit und ihren Bilderstrom zu reflektieren.

_
Die Basis der Grafik ist eine schwarz weiß Lithographie, die
jedes Mal neu aquarelliert wird.

NICK RASTER
Nick Raster, Jahrgang 1999, studiert in der Fachklasse Prof. Monika Brandmeier an der HfBK Dresden Bildhauerei. Vor dem Studium hat Nick in Oberammergau drei Jahre das Holzbildhauerhandwerk gelernt. In seinen Zeichnungen, Malereien und Skulpturen geht es um den Menschen in seinem Körper. Um Lust, Ekel und Scham. Um Begrenzung und Befreiung. Um Balance, Schönheit, Harmonie. Um das Lebendige, das Ewige.

APOLLON UND DIONYSOS
Die Litographie „Apollon und Dionysos“ zeigt eine naturalistisch mit Kohle gezeichnete Hand, die zart ein glattes, schwarz glänzendes Objekt hält. Die Finger scheinen im Begriff, den Gegenstand loszulassen.

TORSTEN BATZK
Torsten Batzk, 1987 in Weißwasser in der Oberlausitz geboren, trat unächst eine Ausbildung zum Maler und Lackierer an, die er 2009 erfolgreich in Nürnberg beendete. Nach einigen Jahren Arbeitserfahrung, eschloss er sein Abitur nachzuholen, bevor er sich 2017 entschloss, in resden Kunst zu studieren. Er beschäftigte sich zunächst mit Malerei und Grafik in der Klasse von Wolfram Adalbert Scheffler, bevor er sich an eiteren übergreifenden Medien probierte. Seit 2023 studiert er in der lasse für digitale und zeitbasierte Medien von Carsten Nicolai.

_
Die Arbeit setzt sich aus verschiedenen druckgrafischen Methoden zusammen. So finden sich hier mehrere übereinander gedruckte inolschnitte, die die farbliche Basis des Werkes bilden, und eine altnadelradierung, die als grafisches Element dient. Inhaltlich beschäftigt ich der Künstler seit längerem mit dem symbolträchtigen Wesen des Hasen ie auch in dem vorliegenden Werk. Der Hase taucht immer wieder in abeln, Mythologien und in der Kunst verschiedenster Kulturen rund um die elt auf. Seine Faszination ist bis heuteunbestreitbar.

MARTIN BERTELMANN
Der 1990 in Riesa geborene Künstler Martin Bertelmann lebt und arbeitet in Dresden. Nach einer Ausbildung zum Buchbinder beginnt er 2018 ein Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. In seiner Arbeit verbindet er Skulptur und Fotografie und baut so inen Übergang zwischen zweidimensionaler Bildwelt und reidimensionalem Realraum.

_
Bei den von Martin Bertelmann angefertigten Editionen für diese hiskykomposition handelt es sich um Handabzüge auf Fotopapier, welche n Tradition der analogen Fotografie im Fotolabor der Werkstatt für otografie der Hochschule für Bildende Künste in Dresden entstanden sind. ie durch den Gebrauch von zwei Negativen auf einem Abzug ntstandenen Doppelbelichtungen zeigen Motive aus dem aturwissenschaftlichen Bereich, aufgenommen im Naturhistorischem Museum Basel.

COSIMA GEISER
Cosima Geiser wurde 1996 in München geboren und lebte und arbeitete ach ihrem Abitur in verschiedenen Städten. Nach einer Tischlerausbildung n Leipzig begann sie 2021 das Studium der bildenden Kunst an der HfBK resden. Seit 2022 ist sie in der Klasse für Skulptur in Bewegung bei Nevin Aladag. In ihrer Arbeit greift sie popkulturelle Elemente auf und beschäftigt ich mit der emotionalvisuellen Übersetzung von Themen zwischen Intimen und Kollektiven.

_
Die Acetondrucke sind digital bearbeitete Fotos aus dem Internet, auf die ch bei meiner Recherche für eine Arbeit stieß, für die ich eine große Kugel enötigte. Anfangs eher sterile Bilder mit Menschen in sportlichen, ynamischen Posen und Kleidung bekommen durch den Druck etwas eltsames, eine Irritation. Sie funktionieren für mich in der Reihe ebenso wie einzeln, da jedes von ihnen eine eigene Szenerie darstellt. Ihr seltsam ärtlicher Charakter passt in seiner Eigenart zur Whiskykomposition.

CLARA BRÜCKMANN
Clara Magdalena Brückmann wurde 1998 in Villingen-Schwenningen, eutschland, eboren. Sie lebt und arbeitet zwischen Dresden, Stuttgart und Berlin. eit 2021 studiert sie Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden nd seit 2022 in der Fachklasse von Christian Macketanz. Ihre Arbeiten rforschen die Bildtiefe, Raumlichkeit und Farbgebung innerhalb der weidimensionalen Ebene, wobei Fragen nach Komposition, Farbwirkung und ktueller Ästhetik sowie deren Auswirkungen auf den menschlichen Wahrnehmungsapparat im Vordergrund stehen. Sie untersucht, wie durch Schärfe nd Unschärfe ein illusionistischer Raum entsteht, der die Grenzen des Sichtbaren überschreitet.

AS I LONG FOR SKIES OF BLUE
Die Werke, die auf Architektur und Materialeigenschaften basieren, rücken ihren okus vor allem in den Details des Alltäglichen. Sie zeigen eine neue Perspektive auf as scheinbar Bekannte.
Die serielle Arbeit „As I long for skies of Blue“, entstanden in Jodhpur, Indien, eflektiert durch die Spiegelung des Himmels in den Fenstern und auf den Fassaden er Stadt eine Sehnsucht nach einer utopischen Welt. Die Fotografien wurden mit iner Mittelformatkamera aufgenommen. Fotografiert wurde in einem kleinen Raum, n dem die Zeit stillzustehen scheint, während draußen die Uhren immer lauter ticken.

LUKAS MAKSAY
Seit 2019 studiert Lukas Maksay an der Hochschule für Bildende Künste. Ab 2020 tätig bei Professor Wilhelm Mundt in der Fachklasse für Bildhauerei und seit 2023 bei Professor Alicja Kwade ebenso Bildhauerei.

_
In seiner Werkreihe erforscht Lukas Maksay unser kulturelles Erbe, indem er Stickmuster in Beton schlägt. Durch diese unkonventionelle Technik entstehen Werke, die traditionelle Handwerkskunst mit modernen Materialien verbindet.

ELENA ELIANA BERGER
Elena Eliana Loayza Berger (*1997 in Freiburg) ist Künstlerin und studiert an der HFBK Dresden bei Alicja Kwade. Ihr Schwerpunkt liegt auf skulpturalen und installativen Arbeiten, die sie auch in Collagen auf Papier umsetzt. Ihre Werke wurden unter anderem in Dresden, Berlin und Hannover ausgestellt. Sie experimentiert mit Materialien und erforscht deren Wirkung auf die Betrachter.

MOVING FRAGMENTS
„Moving Fragments“ ist eine künstlerische Collage-Serie, die Materialität und Flüchtigkeit thematisiert. 10 handgefertigte Arbeiten fangen vergängliche Momente ein und vereinen Papier, Stoff und Farbe zu vielschichtigen Strukturen. Jede Collage entsteht nach demselben Verfahren, zeigt jedoch individuelle Unterschiede in Farbverläufen und Texturen. So wird jede Arbeit zum einzigartigen Original und lädt dazu ein, die subtilen Geschichten der Fragmente zu entdecken.

LAURA THEURICH
Laura Theurich, geboren 1999, lebt und arbeitet in Dresden. Seit 2019 studiert sie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Klasse von Alicja Kwade.

_
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die intensive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konstellationen, menschlichen Übereinkünften und sozialen Bedingungen. Sie verwendet alltägliche Gegenstände, abstrahiert sie leichzeitig und stellt sie in ihren Arbeiten in völlig neue Kontexte, wodurch sie starke emotionale Reaktionen hervorruft. Sie beschäftigen sich mit den hysikalischen Phänomenen der Optik, der Fähigkeit des Auges selbst, Oberflächen haptisch zu erfassen und zu ertasten und offenbaren oft dramatische Ereignisse, deren drohende Gefahr sich latent ankündigt oder abgewendet werden soll. Es bleibt jedoch unklar, ob dieses Potenzial von den Objekten selbst ausgeht oder ob sie dem Schutz dienen.